Muttertag – auf den Hund gekommen
Das Kind meiner Freundin Wally ist ca. 60 x 80 cm groß. Sie lebt als Alleinerzieher mit ihm in einer kleinen 2-Zi-Whg. Es ist wie die meisten Kinder einfach süß und sehr lieb.
Aber warum nimmt sie dieses Kind so wörtlich, wenn es noch gar nicht sprechen kann?
Es sabbert die Autositze voll, daß ich bewaffnet mit einer Decke mich vor starker Polsterfeuchtigkeit schützen muß. Ohne Ohrstöpsel sind seine Begrüßungsfreude oder Proteste nicht zu ertragen. Es hat sogar bedenklichen Haarausfall – aber das stört nur mich an meiner Kleidung. Man könnte im Treppenhaus Wöllchen sammeln für ein kleines Kissen vielleicht? Am Kaffeetisch ist praktisches und langärmeliges vorteilhaft, wenn ich meine Arme nicht mit zu vielem Dauer-Abschlecken gereinigt bekommen will. Es kann sogar mit seinen Füßchen an meinen hellen Mantel hochspringen, denn seine Liebe zu mir ist so groß und enormer Treue. Dafür beißt es den Jogger auf der Kuhweide (für derartige Kinder gesperrt) ins Hosenbein, es ist ja so intelligent, und durchaus auch gelegentlich folgsam. Wie Kinder eben so sind. Gebadet wird es grundsätzlich nicht, da es seiner Haut schadet. Freudlich gesagt, es riecht etwas streng.
Dies alles habe ich mit meinem Kind noch nicht erlebt. Meine Bedenken werden daher nicht sehr gern angenommen.
Ich werde Wally zum Muttertag das Kochbuch schenken „Frißt nicht – gibt’s nicht“
Einen schönen Muttertag
wünscht allen Müttern herzlich,
Katharina Hecht